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Uramazonas - Fluss aus der Sahara

Sepp Friedhuber
Uramazonas - Fluss aus der Sahara
2. überarbeitete Auflage

Eine faszinierende Expedition in die Erdgeschichte gibt der Frage nach dem Ursprung des Amazonas neue Aktualität. Der Biologe Sepp Friedhuber und der Geologe Gero Hillmer verfolgen den ehemals 14.000 km langen Lauf des Uramazonas von den Anden bis in sein prähistorisches Quellgebiet im Zentrum der heutigen Sahara.

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Kennwort: Uramazonas Buch.
 
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Eine faszinierende Expedition in die Erdgeschichte gibt der provokanten Frage nach dem Ursprung des Amazonas neuen Sinn: Sepp Friedhuber, Biologe aus Österreich und Gero Hillmer, Doyen der deutschen Geologie, versuchen ihre revolutionären Thesen zu beweisen, wonach der Uramazonas einst von seinem historischen Quellgebiet im Zentrum der Sahara über 14.000 km nach Westen floß. Es ist eine Reise in eine Epoche, als Südamerika und Afrika noch einen gemeinsamen Kontinent bildeten. Nach dem Auseinanderbrechen des Gondwana Kontinents vor 130 Millionen Jahren zerriß das Stromband des Uramazonas in einen afrikanischen und in einen südamerikanischen Teil, der immer noch nach Westen floß. Aber die driftbedingte Auffaltung der Anden blockierte den Lauf des Stromes und ließ vor sechs Millionen Jahren den südamerikanischen Amazonas seine Richtung umkehren, sodaß er heute in den Atlantik mündet. Die beiden Wissenschaftler tasten sich auf ihrer Reise in die Vergangenheit von Bekanntem zum Unbekannten vor. Sie entdecken Pfauenaugen-Stachelrochen - bekanntlich Meeresbewohner - am Oberlauf des Amazonas. Wurde ihrer Art durch die Auffaltung der Anden der Rückweg in den Pazifik versperrt? In Brasilien finden Sie einen Mesosaurus, der vor 270 Millionen Jahren am Gondwanakontinent lebte und auch in Afrika als Fossil vorkommt.

Das markanteste Relikt des Uramazonas in Afrika ist der Tschadsee - mit 36.000 km 2 ein veritables Binnenmeer. Vom Tschadsee dringen die Forscher entlang des Stromverlaufs nach Nordosten vor und entdecken die Quelle des Uramazonas im trockenen Herzen der Sahara. Eine tiefe Schlucht im Ennedi Gebirge an der Grenze zum Sudan führt noch auf mehrere hundert Meter Wasser. Hier entdecken die Forscher ein weiteres Indiz für den Klimawandel: die letzten Wüstenkrokodile der zentralen Sahara. Nur noch fünf Exe plare haben überlebt, hunderte Kilometer isoliert von ihren Artverwandten. Die letzten lebenden Zeugen einer fruchtbaren Vergangenheit. Optischer Höhepunkt der Expedition ist jedoch die Seenlandschaft von Ounianga: Verschiedenfärbige, palmenumrahmte Seen inmitten der lebensfeindlichen Wüste. Sie sind Reste des Paläo-Tschad, dessen heutige Ufer tausend Kilometer südlich liegen.